Sonntag, 17. Oktober 2010

Culture Day, Geburtstag, Rugby Spiel, VW Beetle

Vor Kurzem hatten wir im Kinderheim den sogenannten "Culture Day", eine Art Sommerfest mit dem Schwerpunkt Kulturen.
Die Kinder haben in verschiedenen Gruppen Einkaufsstaende erstellt. Unterstuetzt wurden sie dabei von den aus dem jeweiligen Land kommenden Freiwilligen. Die Staende haben landestypische Dinge, meist Essen, zum Verkauf angeboten. Der Erloes kam natuerlich dem Heim zugute.
Dazu gab es ein volles Programm mit Gesang von unserem Starsaenger (Jade). Der Junge hat wirklich einiges drauf. Er gab das absolute Lieblingslied der Kinder "Waka Waka von Shakira" zum besten.








Noch am gleichen Abend war ich mit Freunden das erste mal ein Rugby Spiel ansehen. Es handelte sich um das Topspiel Western Province vs. The Sharks. Hier ist Rugby Volkssport Nr. 1. Die Stimmung und die Fangesaenge ( WP jou lekker ding!!!) waren einfach geil. Natuerlich haben "wir" also die Western Province den Sieg im heimischen Stadion souveraen eingefahren.



Dann hatte ich auch noch Geburtstag, der sehr anstaendig reingefeiert wurde und der Tag selbst zeigte sich von seiner schoensten Seite.

Seit einiger Zeit habe ich mir mit drei anderen Freiwilligen aus dem Heim einen VW Beetle gemietet. Baujahr 74! Das Ding laeuft rund und hat einfach nur Stil! Dann noch das Surfbrett aufs Dach und das Traumauto ist komplett.
 

Dienstag, 5. Oktober 2010

Bilder


Klein Chad liebt meine Brille...



 Grosser AFS Ausflug mit Austauschschuelern und weltwaertslern aus der Region an das 
Kap der Guten Hoffnung


Das obligatorische Bild...







Kommt ein Strauss auf einen Besuch vorbei:


Monument um an die ersten Seefahrer zu erinnern, die das Kap umrundeten. 
Bartolomeu Diaz und Vasco Da Gama




Noch ein paar Starusse aus dem Auto gesichtet



Blick auf das Kap der guten Hoffnung von Cape Point aus:


Also das Kap der guten Hoffnung ist nur so eine Art kleine Schwester des Cape Points. Es ragt nicht so weit ins Meer bzw ist weniger suedlich als Cape Point.



Blick auf Cape Point:



Cape Point, das 'Ende der Welt'
ist aber gar nicht der suedlichste Punkt Afrikas, der liegt ein gutes Stueckchen weiter oestlich



Ein Wal wurde gesichtet...

Montag, 4. Oktober 2010

Der Raubüberfall...

der nur ein normaler Taschendiebstahl war. Ich fand aber, dass Raubüberfall sich deutlich spannender anhoert ;)

Bellville(sehr unsichere Gegend!!!), 25.09.10 um 12:54 Ortszeit.

Ich sitze in einem Minibus Taxi von Durbanville nach Bellville.
So sehen Minibus Taxis aus:

















Der Minibus ist fuer 15 Personen konzipiert, wir sitzen mit 21 Leuten drin.
Ich habe meine Wertsachen in der Hand, da ich so auf sie aufpassen kann und ich sowieso keinen Milimeter Platz habe um sie in meine Taschen zu quetschen.

Nicht das ihr mich falsch versteht, ich liebe es Minibus zu fahren.
Es gibt keine Fahrplaene, keine bestimmten Fahrpreise, keine Fahrkarten.
Wenn ein Bus vorbei kommt haelt man ihn an und fragt wo er hin faerht. Wenn die Richtung stimmt steigt man ein. Man fragt die Person nebensich was sie gezahlt hat, z.B. 7 Rand, und gibt dann meinetwegen einen 20 Rand schein nach vorne und sagt "one", also fuer eine Person. Die Leute geben das gald von Hand zu Hand nach vorne, vielleicht verechnet irgendjemand auch einfach deinen Schein mit seinem Geld aber du kannst dir sicher sein, dass du dein passendes Rueckgeld bekommst. Vorne sitzt irgendein Passagier und sammelt das Geld und gibt Wechselgeld. Das gibt er dann dem Fahrer.
Alles beruht auf Vertrauen, und es funktioniert.
Das absolute Gegenteil zu Deutschland!

Aber zurueck zum Diebstahl.
Ein weisser Man steigt ein, er blutet an der Hand und sieht ziemlich mitgenommen aus.
Er steigt mit mir zusammen aus und spricht mich an, fragt ob ich auch Amerikaner sei, denn er muesse zum amerikanischen Konsulat. Er sagte er sei mit seiner Frau hier in Urlaub und wurde ausgeraubt, haette nichts mehr und muesse 90 Rand (ca. 9 Euro) zusammenbekommen, um zum Konsulat zu fahren.
Ich bin leider zumindest teilweise von seiner Geschichte ueberzeugt, da er perfektes amerikanisches Englisch spricht, mit mir der einzige Weisse unter ca. 1500 Farbigen in sichtweite war und ich mir nicht vorstellen kann, dass es sich lohnt so eine Story fuer 9 Euro zu erfinden.
Er sagt, er habe schon viele um Hilfe gebeten, doch weisse "Bettler" werden nicht ernst genommen und sobald er sagt, er sei Amerikaner, ist er sowieso ganz unten durch.
Wir gehen dann zusammen in einen kleinen Laden und fragen die Angestellte nach Stift und Papier.
Im Laden ist es eng und wir werden von ueberall mistrauisch beaeugt.
Er schreibt mir seinen "Namen" und seine "Email Adresse" auf und fragt mich nach meiner Handynummer.
In dem Moment stecke ich achtlos mein Portemonai in die Tasche und schaue meine Nummer im Handy nach.
Kurz darauf kommen vier Maenner in einer Schlange in den Laden, der Erste schubst mich an und ich verkneif mir einen angenervten Kommentar.
Als ich kurz darauf gucken will, ob ich 90 Rand haette, stelle ich das Fehlen meines Portemonais fest.
Der "Amerikaner" regt sich massiv auf, flucht auf Suedafrika und meint er haette lieber im schoenen Californien bleiben sollen.
Seltsamer weise hilft der "Amerikaner" mir noch freundlich, weist mich darauf hin, dass ich doch angeschubst wurde, und dass es dabei haette passiert sein koennen. Auch sag er mir wo er Polizei gesehen hat und raet mir, so schnell wie moeglich meine Kreditkarte sperren zu lassen.

Die Email Adresse existiert zumindest nicht. Also der wollte mich schon abziehen, ob er aber nun Teil der Gruppe war und das alles durchgeplant war weiss ich nicht.
Viel haben die sowieso nicht bekommen. 16 Euro vielleicht und sonst nix. Hatte auch Handy und Kamera dabei aber das haben sie nicht bekommen.

Ansonsten war das schon ne recht professionelle Atkion, denn ich war echt total abgelenkt durch die Story und hab nix mitbekommen. Daumen rauf also fuer die Professionalitaet der Kriminalitaet in Bellville! :D

Gruesse Ruben

Mittwoch, 22. September 2010

Tag Freunde,
ich wollte ein wenig über das Leben im Children's Home berichten. Derzeit arbeite ich in der Night Shift. Dort arbeite ich von abends 9h bis morgens um 7h. Ich bringe die Kinder zu Bett, wecke nachts die Kinder auf, die noch ins Bett machen, um mit ihnen auf Toilette zu gehen. (damit sie nicht ins Bett machen^^) Morgens wecke ich die Kinder und helfe beim Frühstück machen. Insgesamt gibt es nicht besonders viel zu tun wärend der Nachtschicht.

Ansonsten ist hier immer etwas los. So war jetzt vor Kurzem zum Beispiel eine "Spendengala" in der Kirche hier, welche das Kinderheim mitfinanziert.
Zu diesem Anlass kamen viele betuchte Gäste (nur weiße) um sich über das
Kinderheim zu informieren und ganz wichtig zu spenden.
Viele der Kinder haben dann auch ihr Können auf  verschiedenste Art und Weise zum Besten gegeben. z.B. Trommeln, Tanzen, Singen und Gedichte.
Am Samstag fand der "sports day" statt, das higlight für die Kinder des Heimes.
In verschiedenen Disziplinen der Leichtathletik trat unser Children's Home gegen zwölf andere Heime an, und holte den Pokal!!! Die Stimmung war riesig.





Ansonsten wird mir mit den vielen Kindern hier nie langweilig. Am Wochenende habe ich mich mit Boike getroffen. Wir haben mit seinen WG-Kollegen einen super Tagestrip gemacht. Bilder:






Beim Wale gucken:










































Bei den Pinguinen:





























Viele Gruesse und bis bald
Ruben

Freitag, 17. September 2010

Erste Bilder

Hier hab ich mal ein paar Bilder von den Kindern im Durbanville Children's Home:

 


Auf den Bildern seht ihr Chad, Jordan und Mike. Die Zeitungsfetzen sollen "Pompoms" darstellen, welche beim morgigen Sporttag zum Einsatz kommen werden. Dort werden verschiedene Children's Homes in verschiedenen Disziplinen der Leichtathletik gegeneinander antreten. Es werden ca. 2000 Kinder da sein!
soweit erstmal
lg Ruben

Donnerstag, 16. September 2010

Von Lübeck nach Durbanville

Zum ersten Mal melde ich mich nun aus Durbanville bei Kapstadt.
Am 8. September war ich zunächst in einer 747 von Hamburg nach Frankfurt geflogen, wo ich die restlichen AFS Volontäre traf. Von dort aus ging es wiederum mit einem Jumbo der Lufthansa weiter nach Johannesburg. Der Flug dauerte ca. 10 Stunden und wir flogen über Nacht. Leider war ich sehr erkältet und daher war der Flug eine Tortur. Doch mit den 26 anderen Freiwilligen, welche ich schon auf meinen Vorbereitungsseminaren kennengelernt hatte, ging auch dieser zehnstündige Flug irgendwann vorüber.
Morgens in Johannesburg angekommen wurden wir von AFS Südafrika abgeholt und gingen zunächst für zwei Tage in eine Jugendherberge in Johannesburg. Dort hatten wir ein sehr entspanntes "arrival Camp". Das Vorurteil, dass die Südafrikaner es nicht so mit der Pünktlichkeit haben wurde prompt bestätigt, als wir morgens alle rechtzeitig um 9 Uhr auf unseren Seminarleiter warteten, und zwar 1,5 Stunden!

Am 11. September (!!!) mussten wir wiederum ins Flugzeug steigen um nach Kapstadt zu gelangen. Mit mir reiste eine kleine Gruppe der AFS Freiwilligen, welche auch in der Kapstadt Region untergebracht sind.
Schon beim Anflug auf Kapstadt konnten wir einen tollen Blick auf den Tafelberg erhaschen.

In Kapstadt wurden wir von zwei sehr engagierten Damen von AFS abgeholt und auf ein Kaffee nach hause eingeladen. Später wurde ich dann ins Durbanville Children's Home gebracht.